Studienaufenthalt Laura Katkauskaitė an der UHH im WiSe 2025/26
1. Oktober 2025

Foto: Laura Katkauskaitė
Einblick ins Auslandssemester an der Universität Hamburg von Laura Katkauskaitė. In diesem Beitrag berichtet sie über ihre Zeit an der Uni und in Hamburg.
Mein Leben hat mir zugelächelt, als ich die Möglichkeit bekam, das Wintersemester 2025/26 an der Universität Hamburg zu verbringen. Vor meiner Abreise hatte ich große Angst und wusste nicht, was mich erwarten würde. Da ich Deutsch von Grund auf gelernt hatte, konnte ich bei meiner Ankunft in Deutschland gerade einmal einen einzigen Satz auf Deutsch sagen. Doch all meine Ängste verschwanden, als ich die engagierten Dozentinnen und Dozenten sowie die wunderbaren Menschen kennenlernte, die mich während meines gesamten Auslandssemesters begleiteten, mir halfen und mich unterstützten, wenn ich sie brauchte.
Ich habe mich schon in Hamburg verliebt, als ich aus dem Flugzeug stieg. Ich hätte nie gedacht, dass man sich so sehr in eine Stadt verlieben kann. Hamburg hat mich mit seiner Vielseitigkeit begeistert: In einer einzigen Stadt vereinen sich Natur, ein lebendiges Nachtleben, eine wunderschöne Altstadt, moderne Architektur und beeindruckende Kultur. Auch die Menschen, die einen auf der Straße anlächeln oder freundlich grüßen, gaben mir schnell das Gefühl, willkommen zu sein.
Laura Katkauskaitė
Natürlich waren die ersten Wochen nicht einfach. Sich an ein Studium zu gewöhnen, das vollständig auf Deutsch stattfindet, war eine große Herausforderung. Doch nach etwa einem Monat begann ich, mich aktiv an den Seminaren zu beteiligen. Besonders beeindruckt haben mich die Vorlesungen und Seminare von Professorin Heike Zinsmeister. Dort fühlte ich mich sicher, gewann schnell an Selbstvertrauen und verlor die Angst, Deutsch zu sprechen. In diesen Veranstaltungen wurde mir außerdem bewusst, dass die Linguistik wahrscheinlich mein stärkstes Interessengebiet ist, da mich die Inhalte besonders faszinierten und mir dieses Fachgebiet am meisten lag.
Laura Katkauskaitė
Insgesamt hat die Universität Hamburg bei mir die schönsten Erinnerungen hinterlassen. Das Studium war für mich nie eine Belastung. Der Arbeitsaufwand ließ genügend Zeit für außercurriculäre Aktivitäten, sodass ich Hamburg in all seinen Facetten kennenlernen, enge Freundschaften schließen und die Zeit meines Auslandssemesters in vollen Zügen genießen konnte. Besonders gut gefielen mir die Tutorien der Universität. Die Tutorien halfen mir dabei, die Studieninhalte besser zu verstehen und mich optimal auf die Prüfungen vorzubereiten. Auch der Campus erschien mir damals wie aus einem Film – mit seinen zahlreichen Mensen und Cafés, die eine besondere Atmosphäre schufen. Während meines Semesters nahm ich außerdem aktiv am Hochschulsportprogramm teil. Ich besuchte Tanzkurse, ging regelmäßig ins Fitnessstudio und entwickelte einen Tagesablauf, der mich glücklich machte.
Laura Katkauskaitė
Das Wertvollste, was mir Hamburg geschenkt hat, sind jedoch die Freundschaften, die bis heute bestehen. Wir halten weiterhin Kontakt und besuchen einander. Darüber hinaus konnte ich mir mehrere lang ersehnte Träume erfüllen: Ich besuchte Opern von Weltrang, Konzerte in der Elbphilharmonie und viele weitere kulturelle Veranstaltungen, die in Litauen nur selten möglich sind. Nach meinem Auslandssemester kehrte ich schließlich nach Litauen zurück – nun mit der Fähigkeit, Deutsch zu sprechen, und mit Freudentränen in den Augen. Alles, was ich erleben durfte, fühlte sich wie ein Traum an, der Wirklichkeit geworden war.
Autorin: Laura Katkauskaitė