Forschungsaufenthalt Lina Plaušinaitytė
15. Juni 2026, von Leonie Sophie Thiesen

Foto: Lina Plaušinaitytė
Reisebericht von Assoc. Prof. Lina Plaušinaitytė über ihren zweiwöchigen Forschungsaufenthalt an der Universität Hamburg
Für mich war es bereits der zweite Forschungsaufenthalt in Hamburg, der erste fand 2024 statt. Es war ein sehr schönes Gefühl, wieder in Hamburg zu sein, und hier schon Einiges zu kennen. Ich fühlte mich diesmal nicht mehr derart von der Größe und Schönheit dieser Stadt überwältigt, wie beim ersten Mal, wo ich ein paar Tage brauchte, um überhaupt zu sich zu kommen und arbeiten zu können. Diesmal konnte ich die zwei Wochen, die ich in Hamburg war, vom ersten Tag effektiv ausnutzen.
Gleich am ersten Tag nach der Ankunft habe ich meine Dokumente und Zugangscodes für die Bibliothek im Institutsbüro abgeholt und zusammen mit Skaistė Volungevičienė haben wir das Arbeitszimmer im 8. Stock des Philosophenturms bezogen.
Am zweiten Aufenthaltstag gab es eine Besprechung im Büro von Frau Prof. Heike Zinsmeister. Wir haben über unsere Vorhaben für die Zeit in Hamburg geredet, verschiedene Aspekte und weitere Schritte des KoDi-FS-Projektes, darunter auch den nächsten geplanten Workshop, den möglichen Aufbau der Datenbank der deutschen Zwischenkriegszeitungen in Litauen sowie weitere Fragen besprochen. Am gleichen Nachmittag war auch unser Vortrag angesagt, in dem es um die Geschichte deutsch-litauischen und litauisch-deutschen Lexikographie von ihren Anfängen bis zum heutigen Tag ging, und anschließend unser kleines Projekt des elektronischen litauisch-deutschen Lernerwörterbuchs vorgestellt wurde. Nach dem Vortrag gab es ein gemütliches Abendessen mit Frau Prof. Zinsmeister und ihren studentischen Mitarbeiterinnen Anastasiia und Leonie sowie einigen weiteren Studierenden vom Institut und anderen interessanten Gästen.
KoDi-FS
Die restliche Zeit des Aufenthaltes – abgesehen von dem Wochenende, an dem ich einen „Abstecher“ nach Frankfurt gemacht habe, um dort mit dem Chor der Universität Vilnius an der Frankfurter Oper zu singen – verbrachte ich dann hauptsächlich im Arbeitszimmer am Schreibtisch, von wo aus ich die Bibliotheksbestände nach neuerer Forschungs- und didaktischer Literatur durchforstet habe. Dabei konnte ich interessantes neues Material für meinen Kurs „Deutsche Sprache der Politik“ finden. Auch für den Kurs „Deutsche Phonetik“, den ich im kommenden Semester nach einer längeren Pause wieder unterrichten werde, fand ich neuere didaktische Literatur, die ich noch nicht kannte, und die ich sicherlich gut verwenden kann. Neben der Literaturrecherche habe ich auch viele andere Arbeiten erledigt, die sich im Semester bei uns angehäuft haben. Insofern war die Zeit in Hamburg für mich sehr nützlich.
Nicht weniger wertvoll als die Zeit am Schreibtisch fand ich aber auch zahlreiche Treffen und wunderbare Gespräche mit alten und neuen Bekannten und Freunden in Hamburg – mit unseren ehemaligen Praktikantinnen Anastasiia Stulen, Caroline Weber und Rike Ranzenbacher, mit Leonie Thiesen und Lea Gröbler, und insbesondere auch mit unserer ehemaligen Institutspartnerin von der Universität Duisburg-Essen Frau Prof. Ulrike Haß, die an einem Nachmittag nach Hamburg gekommen war, um sich mit uns zu treffen.
Der Aufenthalt in Hamburg war wie immer von einem kulturellen Programm umrahmt. Diesmal gab es neben Spaziergängen durch die wunderschönen Straßen von Hamburg auch einen Besuch in der Laeiszhalle, wo wir uns ein Konzert der Hamburger Camerata und des Pianisten Severin von Eckardstein unter der Leitung von einem litauischen Dirigenten Vilmantas Kaliunas angehört haben.
(Näheres zum Vortrag zur Geschichte litauisch-deutscher Lexikographie inklusive Abstract finden Sie im uniweiten Newsroom!)

